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Ausstellung - Holtrud Helene Henze

MENSCHENBILDER

Ausstellung vom 27.06.2016 - 09.09.2016
GALERIE LATERNE Karl-Liebknecht-Str. 19 - 09111 Chemnitz
Geöffnet: Mo bis Fr von 10 - 16 Uhr

Vernissage am 27.06.2016 19.30 Uhr
Veranstaltet vom Kunstverein Laterne e.V.
Laudatio: Raimund Friedrich, Musik: Winfried Völlger

Grafik, Zeichnung, Collage, textile Bilder

Auszug aus dem Katalogtext

Raimund Friedrich: Wir haben beide in der gleichen Fachrichtung Möbel und Ausbaugestaltung von 1968 bis 1973 an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein studiert. Das ist also Ewigkeiten her. Wie hast Du diese Zeit und das Studium in Erinnerung?

Holtrud Helene Henze: Ja, Ewigkeiten her und deshalb sehr weit weg. Wie habe ich die Zeit in Erinnerung? Es war alles sehr viel. Sehr viel an Stoff. Sehr viel an Leuten und an Gelegenheiten, einfach sehr viel zu bewerkstelligen. Ich habe meistens bis abends irgendwo zu Hause noch gesessen und habe irgendwelche Aufgaben für das Studium gemacht. Kaum Zeit für irgendetwas anderes. Vielleicht ist das auch mein Eindruck für meinen Umgang mit dem Studium. Ich weiss es nicht.

Raimund Friedrich: Im Gegensatz zu mir, der faul war, hast Du die Hochschulwerkstätten, die nicht unbedingt zu unserem Fachstudium gehörten, gut genutzt. Was hast Du da konkret gemacht?

Holtrud Helene Henze: Okay, ich war halt furchtbar fleissig. Furchtbar muss ich sagen, denn da blieb wenig Zeit. Ja, aber die freie Zeit, die war, die wir am Samstag hatten, die hab ich dann einfach in der Lithowerkstatt genutzt. Da bin ich gewesen bei Meinolf Splett und habe einfach ausprobiert, wie das geht, mit freien Techniken, irgendetwas zu machen, Radierung, Holzdruck und Lithografie oder was auch immer.

Raimund Friedrich: Wir sind beide irgendwann und irgendwie aus unserem Fachbereich ausgestiegen und in dem freien Kunstsektor gelandet. Worin lagen für Dich die Gründe, den Arbeitsbereich zu wechseln?

Holtrud Helene Henze: Tja, ich habe nach dem Studium ein paar Monate festangestellt in einem Betrieb gearbeitet. Richtig als Möbeldesignerin, wie das eben auch vorgesehen war. Ja und das wurde dann prompt unterbrochen und auch vorhersehbar unterbrochen, da ich ein Kind bekommen habe und erst mal Urlaub nehmen musste. Babypause. Danach bin ich nicht wieder eingestiegen. Ja, denn ein halber Einstieg, das heisst mit Halbtagsjob zu der damaligen Zeit war einfach nicht möglich. Das ist meiner Tochter auch ganz gut bekommen, dass sie erst mal zu Hause geblieben ist und ich halt zu Hause gearbeitet habe. Ich habe Entwürfe für einen Verlag gemacht, und konnte nebenbei ein bisschen für die Familie dazu verdienen. Das musste ich auch unbedingt, weil mein Mann erst angefangen hat mit dem Studium zu der Zeit.

Raimund Friedrich: Ich habe meinen Wechsel von dem angewandten in den freien Kunstbereich als schwieriger in Erinnerung, wie er vielleicht für manche Schlosser, Melker oder Traktoristen gewesen wäre. Hat sich das bei Dir ähnlich abgespielt?

Holtrud Helene Henze: Ja, es war nicht ganz einfach, genug Möglichkeiten zu finden, um Geld zu verdienen. Die waren zu DDR Zeiten nicht unbedingt dicht gestreut. Das waren halt Honoraranstellungen und Arbeiten fürs Kunstgewerbe. Nicht unbedingt das, was man sich vorstellt als freier Künstler. Halt was ich schon sagte, Entwürfe und eigentlich nur nebenbei ein bisschen Kunst zu machen... Und ein bisschen Kunst ist ja nicht unbedingt das, was man sich vorstellt und was man sich wünscht... (Auszug aus dem Katalog))


Vernissage: Am 27.06.2016 19.30 Uhr

Laudatio: Raimund Friedrich

Musik: Winfried Völlger, Saxophon


Der Katalog, 60 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten kann per e-mail (laterne19@freenet.de) für 5,00 Euro plus Versandkosten bestellt werden.

Galerie und Kunstverein LATERNE e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 19
09111 Chemnitz

Tel.: 0371 4019727
Internet: www.galerie-laterne.de
E-Mail: Laterne19@freenet.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 - 16 Uhr
andere Zeit auf Anfrage


Der Kunstverein Laterne ist Veranstalter des Projektes.
Das Ausstellungsprojekt wird durch das Kulturmanagement der Stadt Chemnitz gefördert






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