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Ausstellung - Simone Mende

SPUREN

Ausstellung vom 02.05.2016 - 18.06.2016
GALERIE LATERNE Karl-Liebknecht-Str. 19 - 09111 Chemnitz
Geöffnet: Mo bis Fr von 10 - 16 Uhr

Vernissage am 02.05.2016 19.30 Uhr
Veranstaltet vom Kunstverein Laterne e.V.
Laudatio: Lichtblau, Musik: Menz - Improvisationen

Malerei, Grafik, Collagen

Auszug aus dem Katalogtext

Laterne: Am 2. Mai diesen Jahres haben wir eine neue Ausstellung in der Galerie Laterne. Sie wird gestaltet von Simone Mende aus Frankenberg. Der Titel der Ausstellung heisst - SPUREN -. Es werden Malereien, Grafiken und Collagen zu sehen sein. Die Laudatio spricht Lichtblau. Der Titel der Ausstellung lässt schon etwas auf die Arbeitsweisen von dir schliessen. Jetzt mal etwas konkreter. Wie und wann entsteht bei dir ein Bild?

Simone Mende Wie und wann entsteht bei mir ein Bild? - Sehr spontan. So rein emotional und diese Emotionen versuche ich dann mit Farbe und Form, also nicht figurativ, umzusetzen. Erstmal ist eine Idee vorhanden und dann folgt der Entstehungsprozess.

Laterne: Wird dann noch die erste Vorstellung verändert?

Simone Mende: Ja, ganz oft! Eigentlich entsteht immer eine andere Sache als die ursprüngliche. Mehr oder weniger.

Laterne: Ich kann mich an den letzten Herbstsalon erinnern, von dir sind drei Bilder im Katalog abgebildet mit dem Titel - Zerfall -. Sie sind von links nach rechts so angeordnet, dass für mich in zeitlichen Stufen ein Lichtfleck auf einer imaginären Wand verschwindet. Es ist eine Zeitspanne festgehalten vom intensiven Leuchten eines auftreffenden Sonnenstrahls am Morgen bis hin zu seinem Verschwinden durch eine Verdunklung. Wie ist deine Interpretation dazu?

Simone Mende: Na ja, Bilder selber zu interpretieren ist für mich immer schwierig. Es ist auf jeden Fall eine zeitliche Abfolge. Diese Bilder sollen zum Ausdruck bringen, dass alle Materie wandelbar ist, sich auflösen kann um vielleicht in anderer Form wieder in Erscheinung zu treten. Das Leben ist kein statischer Prozess, man kann nichts festhalten. Es ist ein Fluss und man muss ihn fliessen lassen.

Laterne: Hinter diesen Bildern versteckt sich eine starke Sensibilität. Es werden Vorgänge dargestellt, die begrifflich kaum zu fassen sind. Gerade das scheint für die Künstlerin das Interessante zu sein. Es ist möglicher Weise auch der Grund des Fehlens einer linearen Konstruktion. Kannst du umreissen, was dich bei der Entstehung dieser Bilder interessiert?

Simone Mende: Das hat mit dem thematischen Inhalt der Auflösung zu tun. Wenn sich etwas auflöst, verschwinden auch letztlich Formen und Linien. So ist diese Linienstruktur nur noch Struktur und letztendlich: diese Struktur löst sich auch noch auf und selbst die Farbe verschwindet. Es ist also sozusagen ein Verschwinden ins Nichts. Man denkt, es verschwinden Dinge im Nichts, aber es ist eigentlich nicht so. Der künstlerische Prozess hält das auf. Deswegen habe ich auch ganz viele Arbeiten mit ebenso alten Relikten aus dieser Weberei gestaltet. Alte Zahnräder, überhaupt alte Maschinenteile. In einer anderen Kombination entsteht plötzlich etwas Neues draus. Man denkt. die Geschichte von diesen Teilen ist abgelaufen und plötzlich kommt da ein künstlerischer Aspekt hinzu. Man kann selbst diese ausgedienten Teile wieder verwenden. Und die kommen zurück eigentlich auch aus dem Zerfall.


Vernissage: Am 02.05.2016 19.30 Uhr

Laudatio: Lichtblau

Musik: Menz - Improvisationen


Der Katalog, 60 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten kann per e-mail (laterne19@freenet.de) für 5,00 Euro plus Versandkosten bestellt werden.

Galerie und Kunstverein LATERNE e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 19
09111 Chemnitz

Tel.: 0371 4019727
Internet: www.galerie-laterne.de
E-Mail: Laterne19@freenet.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 - 16 Uhr
andere Zeit auf Anfrage


Der Kunstverein Laterne ist Veranstalter des Projektes.
Das Ausstellungsprojekt wird durch das Kulturmanagement der Stadt Chemnitz gefördert






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